Werksverkauf

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Für Schnäppchenjäger sind Werksverkäufe ein Paradies. Im Werksverkauf bieten die Hersteller häufig direkt am eigenen Standort stark reduzierte Ware für den Endkunden an. Bei dieser Ware handelt es sich meist um Markenware. Die Hersteller verkaufen im Werksverkauf zum Beispiel Haushaltswaren, Bekleidung, Computer und Elektrogeräte, Schmuck aber auch Lebensmittel. Bei den Produkten handelt es sich häufig um Auslaufmodelle, Testverkäufe und zurückgegebene Waren. All diese Modelle sind im Einzelhandel häufig nicht oder nicht mehr zu erhalten. Die Produkte sind bis zu 70% reduziert. Aber auch noch höhere Rabatte sind vor allem bei Fehlerware möglich. Die hohen Einsparungen ergeben sich nicht nur aus der angebotenen Ware, sondern auch aus der Tatsache heraus, dass es keinen Groß- oder Einzelhandel zwischen Hersteller und Kunde gibt. Der Begriff Werksverkauf ist soweit geschützt, dass er auch nur verwendet werden darf, wenn er auch wirklich zutrifft. Für den Begriff Werksverkauf gibt es auch noch einige Alternativen, die ebenfalls meinen, dass ein Hersteller direkt an den Endkunden verkauft. Zu diesen alternativen Begriffen zählen zum Beispiel Fabrikverkauf oder auch das aus dem englischen Sprachraum stammende Wort Outlet.

Da solche Werksverkäufe direkt beim Hersteller liegen, kann eine Anreise, je nach Hersteller und Marke, sehr weit sein. Außerdem befinden sich die Niederlassungen der Hersteller häufig nicht in der Innenstadt, sondern in Gewerbegebieten am Stadtrand oder häufig auch in kleineren Städten.

Vor- und Nachteile

Durch die Lage der Werksverkäufe kann die Anreise sehr weit sein und damit auch kostenintensiv. Zudem finden sich in der Nähe von Werksverkäufen häufig nicht so viele alternative Geschäfte. Es bietet sich also an, den Ausflug zu einem Werksverkauf mit einem anderen Ereignis zu verbinden. Außerdem ist es wichtig, sich intensiv auf den Besuch eines Werksverkaufs vorzubereiten. Wichtig ist zu überprüfen, ob es den Werksverkauf noch gibt, wenn man die Adresse zum Beispiel im Internet gefunden hat. Außerdem sollte man sich über die üblichen Preise für die gesuchten Produkte informieren, damit man die tatsächlichen Einsparungen objektiv einsehen kann. Die angebotene Ware ist nicht immer nur günstiger, weil der Groß- oder Einzelhandel nichts daran verdient, sondern auch weil es sich bei der Ware um Fehlerware oder Auslaufmodelle handelt. Ist man auf der Suche nach Waren der aktuellen Kollektion, bietet sich ein Besuch im Werksverkauf häufig nicht an. Die Ware ist auch meist vom Umtausch ausgeschlossen und nicht immer in jeder Größe erhältlich. Auch für den Groß- und Einzelhandel ergeben sich Nachteile durch Werksverkäufe, auch wenn diese Werksverkäufe natürlich legal sind. Auch wenn es sich häufig um Kollektionen oder Ware handelt die aktuell nicht im Groß- oder Einzelhandel angeboten wird, stellen Werksverkäufe preislich eine Konkurrenz dar. Der Groß- und Einzelhandel kann Waren zu diesen Preisen nicht anbieten, da er sonst keinen Profit macht.

Natürlich haben Werksverkäufe auch positive Aspekte. Sie bieten häufig Markenware zu unschlagbar günstigen Preisen an. Prüft man die Ware ausreichend auf Fehler und ist nicht so heiß auf die aktuelle Kollektion, kann sich ein Besuch eines Werksverkaufs durchaus lohnen. Auch die Hersteller profitieren vom Werksverkauf. Sie können Waren, die sie nicht mehr an den Einzel- oder Großhandel loswerden, weil es sich nicht rechnet, verkaufen. Außerdem können die Hersteller die Waren deutlich günstiger anbieten, da ja die Marge für Groß- und Einzelhandel gespart wird.

Werksverkaufszentren

Werksverkaufszentren sind große Einkaufszentren, in denen Hersteller ihre Produkte anbieten. Diese Zentren finden sich meist außerhalb von Ballungsgebieten. Typische Eigenschaften solcher Werksverkaufszentren sind, dass dort Markenware direkt vom Hersteller, zu günstigen Preisen angeboten wird. Bei der Ware handelt es sich, wie beim Werksverkauf selbst, um Fehlerware, Auslaufmodelle, Testverkäufe oder zurückgegebene Ware. Es kann sich auch um Überproduktionen handeln. Die Einsparung für den Kunden beläuft sich gegenüber dem Einzelhandel bei 30-70%. Allerdings wird man selten die aktuelle Kollektion finden. Die wichtigste Eigenschaft, die Werksverkaufszentren ausmacht ist, dass im Distributionsweg der Groß- und Einzelhandel ausgelassen wird und die Hersteller somit direkt an den Endverbraucher verkaufen. Daher ergibt sich auch zum Teil die Ersparnis bei den angebotenen Produkten – es fehlt die Marge für den Groß- und Einzelhandel.

Das erste Werksverkaufszentrum gab es in den USA. Dort gibt es mittlerweile sehr viele Werksverkaufszentren. Der Markt dort ist gesättigt. Auch in Europa gibt es Länder mit vielen Werksverkaufszentren, zum Beispiel Großbritannien. In Deutschland etablieren sich solche Werksverkaufszentren allerdings nur sehr schwer. Die Genehmigung eines solchen Zentrums ist häufig sehr schwer zu erhalten. Außerdem sind solche Werksverkaufszentren häufig schlecht an die Infrastruktur angebunden. Dadurch gehen vor allem Kunden ohne Auto verloren. Ebenso sind Werksverkaufszentren in Deutschland häufig wenig bekannt, obwohl viele wissen, dass es so etwas in den USA gibt. In den USA sind diese Werksverkaufszentren sogar Teil des Tourismus geworden. Es gibt eine Menge Bücher, die die besten Werksverkaufszentren, ihre Lage und ihre Marken beschreiben.

Werksverkauf in Deutschland

In Deutschland gibt es vor allem viele einzelne Werksverkäufe. Diese befinden sich häufig in Verkaufsräumen direkt beim Hersteller in Gewerbegebieten, im Umkreis großer Städte, an Autobahnen oder Schnellstraßen – eben Orten die für den Hersteller aufgrund günstiger Grundstückspreise und guter Anbindung für Anlieferer gut liegen. Die Verkaufsräume haben meist eine Größe von etwa 100 bis 200 m² und werden zunehmend attraktiver. Die Räume werden moderner und einladender gestaltet und erinnern nicht mehr nur an eine Lagerhalle. Bei manchen Werksverkäufen kann man sogar einen kleinen Einblick in den Produktionsprozess erhalten.

Große Werksverkaufszentren gibt es allerdings weniger in Deutschland. Einige Beispiele wären Metzingen und Zweibrücken.

Werksverkäufe lassen sich durch spezielle Bücher oder Webseiten im Internet die Adressen von Werksverkäufen nach Branchen, Postleitzahl, nahegelegener Stadt oder Marke auflisten. Es ist allerdings wichtig, die Adressen vor einem Besuch telefonisch zu überprüfen, da es sehr schwierig ist eine komplette Liste aller noch aktuellen Werksverkaufsstandorte zu erstellen und zu pflegen.

Je nach dem welche Marken man präferiert, kann es sein, dass der nächste Werksverkauf für die gewünschte Marke auch sehr weit vom eigenen Wohnort entfernt ist. Daher kann die Anreise sehr lang sein und sollte gut geplant werden. Dies betrifft vor allem auch eine ausgiebige Recherche zu aktuellen Preisen und Produkten.

Branchen

Werksverkäufe gibt es für sehr unterschiedliche Branchen. Seiten im Internet, aber auch entsprechende Bücher sortieren die Einträge der Werksverkäufe häufig auch nach Branchen. Da außer bei Werksverkaufszentren nicht sehr viele Läden um einen einzelnen Werksverkauf herum sind ist dies auch sehr wichtig. Durch die lange Anreise geht man nicht zu irgendeinem Werksverkauf, sondern zu einem der speziell Produkte bietet, die man aktuelle gerade benötigt oder eben Marken die man wirklich sehr stark bevorzugt.

In Deutschland gibt es Werksverkäufe zum Beispiel von Bekleidungsunternehmen. Diese bieten Waren der vorhergehenden, oder zumindest einer älteren Kollektion, aber auch Fehlerware oder Überproduktionen. Bei solchen Werksverkäufen wird man kaum Bekleidungsstücke der aktuellen Kollektion finden.

Neben Werksverkäufen von Bekleidungsunternehmen bieten natürlich auch noch weitere Branchen Werksverkäufe an. Ähnlich ist es mit Werksverkäufen von Schmuckanbietern oder der Sport- und Freizeitbranche. Die aktuelle Kollektion wird von vielen gewünscht, wird sich aber in Werksverkäufen nicht finden lassen.

Besonders interessant sind aufgrund der Einsparungen auch Werksverkäufe von Haushaltswarenanbietern oder auch Anbietern von Elektrogeräten. Es gibt daneben auch noch Werksverkäufe der Branchen Porzellan, Lebensmittel, Computer und EDV oder auch Spielwaren.

Egal in welcher Branche man gerade nach Produkten sucht. Ein Besuch eines Werksverkaufs kann sich für Schnäppchenjäger sehr lohnen. Wichtig ist, dass man über die aktuelle Preislage in der Branche bestens informiert ist.

Metzingen

Eine ganz besondere kleine Stadt in Bezug auf Werksverkäufe ist Metzingen. Es liegt ein wenig südlich von Stuttgart in Baden-Württemberg im Süden Deutschlands. In dieser kleinen Stadt ist der Werksverkauf mit der Stadt gewachsen. Deshalb ist es auch kein typisches Werksverkaufszentrum, sondern in der Stadt befinden sich ganz normal die einzelnen Werksverkäufe fast wie normale Einzelhändler. Metzingen wird auch als die Hauptstadt des deutschen Werksverkauf bezeichnet. Neben den zahlreichen Werksverkäufen bietet Metzingen auch weitere Sehenswürdigkeiten, Cafés und sogar teilweise Fachwerkbauten.

In Metzingen befinden sich hauptsächlich Werksverkäufe die Bekleidungsartikel aktueller Marken anbieten. Diese Werksverkäufe verteilen sich auf vier Standpunkte. Die vier Standorte sind recht zentral um die kleine Innenstadt angelegt. In jeder Richtung befindet sich jeweils ein Konzentrationspunkt. Auch in Metzingen gibt es Rabatte von bis zu 70%. Über 8 verschiedene Marken finden sich in Metzingen. Sie bieten Bekleidung, Schuhe, Spielwaren und Babysachen.

In Metzingen gibt es im Gegensatz zu vielen anderen solcher Werksverkaufszentren ein gut ausgebildetes Infrastruktursystem. Sowohl der Flughafen Stuttgart ist nicht weit entfernt von Metzingen und auch per Bus gut angebunden, als auch die Autobahn A8 liegt unweit von Metzingen. Außerdem bietet die Stadt ein umfangreiches Parkleitsystem mit Parkplätzen in der Nähe der vier Verkaufsschwerpunkte. Zudem bietet Metzingen, das täglich von Besuchern aus unterschiedlichen Ländern besucht wird, ein Orientierungssystem. Dieses enthält neben Informationen zu den einzelnen Werksverkäufen auch Sehenswürdigkeiten der Stadt bereit.

Zweibrücken

Zweibrücken bietet ein weiteres großes Werksverkaufszentrum Deutschlands. Die Stadt befindet sich zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern im Westen Deutschlands. Das Zenter bietet eine Reihe von Designer-Werksverkäufen in schickem und modernem Ambiente an. Auch Zweibrücken bietet Rabatte von 30-70% und die Preisschilder zeigen sogar den ursprünglichen Preis der Ware an. Bei den Waren handelt es sich um Vorsaisonkollektionen, Musterverkäufe oder Überschüsse. Es werden Waren aus den Bereichen Bekleidung, Schuh, Sport und Spiel angeboten. Neben den einzelnen Werksverkäufen bietet das Zentrum auch noch kleine Cafés und Bistros. Das Werksverkaufszentrum Zweibrücken hat montags bis Samstags von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Manchmal finden verkaufsoffene Sonntage statt.

Die Anreise nach Zweibrücken ist mit Flugzeug direkt von zum Beispiel Berlin nach Zweibrücken möglich, aber auch mit dem Bus oder mit dem Auto. Das Zentrum bietet kostenlose Parkplätze an.

In Zweibrücken gibt es eine Reihe von Marken, die ähnlich wie in einem normalen Einkaufszentrum angeordnet sind. Als Geschenkidee für Schnäppchenjäger bietet sich ein Gutschein ein, den man direkt über das Werksverkaufszentrum Zweibrücken erhalten kann. Außerdem bietet das Werksverkaufszentrum eine Reihe an Events. Neben verkaufsoffenen Sonntagen gibt es spezielle Aktionswochen und –tage. Genauere Informationen zu den Terminen finden sich auf der Website.

Ein Besuch des Werksverkaufszentrums Zweibrückens lässt sich gut verbinden mit einer Reise nach Zweibrücken. Auch die Stadt selbst bietet einige Sehenswürdigkeiten, aber auch die gesamte Südpfalz um Zweibrücken herum ist durchaus sehenswert.

Werksverkauf außerhalb Deutschlands

Werksverkauf ist nicht nur in Deutschland bei Schnäppchenjägern beliebt. Bei Vielen ist besonders die USA als Schnäppchenland bekannt. In den USA gibt es allein über 300 Werksverkaufszentren. Dies geht so weit, dass der Markt stark gesättigt ist und vor allem auch Menschen anderer Nationen in den Bann amerikanischer Werksverkaufszentren gerissen werden. Ein Besuch der USA wird häufig mit einem Besuch der zahlreichen Werksverkaufszentren kombiniert. Es gibt viele Reiseführer der USA, die Werksverkaufszentren direkt mit erwähnen und vor allem gibt es spezielle Reiseführer nur zum Thema Werksverkaufszentren in den USA. Vor allem im Bereich der Bekleidung sind amerikanische Werksverkaufszentren bei den Europäern beliebt. Diese dort gekauften Produkte lassen sich zumindest gut im Flugzeug transportieren. Außerdem sind eine Reihe amerikanischer Marken bei uns sehr beliebt. In den USA bieten diese Marken Waren, im Gegensatz zu den handelsüblichen Preisen in unseren Lagen, zu absoluten Schnäppchenpreisen an. Auch die Idee der Werksverkaufszentren stammt aus den USA. Das erste Werksverkaufszentrum wurde in den USA in Pennsylvania erbaut - und dies bereits Anfang der 1970er Jahre. Erste Werksverkaufszentren in Europa gab es Mitte der 1980er Jahre, das erste davon in Frankreich. Weitere Werksverkaufszentren folgten in Großbritannien. Dort investierten vor allem auch amerikanische Firmen, was den Erfolg der Zentren in Großbritannien erklären könnte. In Großbritannien gibt es mittlerweile über 30 Werksverkaufszentren. In Ländern wie Italien, Frankreich und Spanien sind es um die zehn Zentren. Neben Deutschland haben auch Länder wie Schweden eher wenige solcher Zentren. Die Gründe dafür sind neben den Unterschieden in der Kaufkraft auch die Unterschiede in den Möglichkeiten was Planung und Genehmigung angeht.