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Wenn man heute Waren wie zum Beispiel Kleidung, Elektroartikel oder Haushaltswaren einkaufen möchte, dann geht man in den meisten Fällen in ein Einzelhandelsgeschäft, welches eine breite Auswahl an verschiedensten Waren anbietet. Hier findet man Angebote von allen möglichen Herstellern und viele weitere interessante Artikel rund um das Kerngeschäft. Sehr oft wird man vor Ort gut beraten und kann weitere Servicedienstleistungen in Anspruch nehmen. Diese Geschäfte sind meist in sehr guter Lage angesiedelt und sehr bequem erreichbar. Ihre Waren beziehen diese Unternehmen meistens von verschiedenen Großhändlern, die dank einer guten Lagerverwaltung in der Lage sind, die angeforderten Produkte schnell und umgehend an die einzelnen Einzelhandelsgeschäfte weiterzuleiten. Die Großhändler kümmern sich auch um den Einkauf bei den Herstellern und passen ihre Sortimente stets aktuellen Trends an. Für die Einzelhändler ist dies von Vorteil, da sie nun nicht mehr bei jedem Hersteller einzeln vorsprechen müssen, sondern ihr Sortiment von einigen wenigen Distributoren beziehen können. Eine solche zusätzliche Logistik kostet natürlich etwas mehr und zwei Vermittler zwischen dem Hersteller und dem Verbraucher müssen zusätzlich bezahlt werden. Diese Schritte machen die einzelnen Produkte natürlich erheblich teurer. Eine Alternative, um günstiger an dieselben Produkte zu kommen, ist der Fabrikverkauf.
Bei einem Fabrikverkauf entfallen die Zwischenhändler und der Kunde kann direkt beim Hersteller seine Produkte erwerben. Die Fabrikverkäufe haben jedoch auch einige eigene besondere Eigenschaften. Die Hersteller investieren nicht viel in das Marketing und sind nicht in den bekannten Einkaufsstraßen vertreten. Diese Aspekte lassen den Preis ein weiteres Mal sinken.
Was ist ein Fabrikverkauf?
Der Fabrikverkauf hat in Deutschland noch nicht denselben Stellenwert, den er in anderen Ländern, wie zum Beispiel den USA, hat. Dennoch scheinen die Deutschen langsam auf den Geschmack zu kommen. Immer mehr Menschen nutzen die Vorteile des Fabrikverkaufs und viele andere entdecken diese Vertriebsform neu. Bevor man sich nun in dieses Abenteuer stürzen kann, muss man erst einmal wissen, worum es sich bei einem Fabrikverkauf handelt.
Wenn man es mit einem Wort umschreiben soll, dann ist der Fabrikverkauf eine einfache Verkaufsstelle. Ein Geschäft, wie man es von überall her kennt. Der Unterschied ist außer bei den Preisen nicht offensichtlich, sondern steckt in der Form der Warenverteilung. Bei einem klassischen Ladengeschäft werden die einzelnen Artikel von einem Großhändler angeliefert, der diese Waren vom Hersteller bezieht. Bei einem Fabrikverkauf werden nun diese beiden Zwischenstellen ausgelassen und der Hersteller bietet seine Produkte direkt dem Verbraucher an. Solche Verkaufsstellen sind in der Regel deutlich billiger, weil die Zwischenstationen in der Warenkette nicht mitfinanziert werden müssen, und der Preis daher deutlich geringer ist. In den meisten Fällen kann man in einem Fabrikverkauf erheblich sparen und bekommt dafür dieselben Produkte wie beim Einzelhändler. Ein Nachteil dieses Systems ist natürlich die fehlende Auswahl an Produkte verschiedener Hersteller und zudem die oft ungünstigen Lagen dieser Einrichtungen. Häufig sind solche Fabrikverkäufe in der Nähe der Produktionsstätten untergebracht, damit hohe Transportkosten vermieden werden können.
Oft werden diese Fabrikverkäufe von namhaften Markenherstellern angeboten, die an diesen Verkaufsstellen zum Beispiel auch Auslaufmodelle, Lagerwaren und leicht fehlerhafte Artikel verkaufen möchten. In den USA sind solche Fabrikverkäufe sehr populär und werden von vielen Menschen besucht.
Zahlen und Fakten zum FabrikverkaufDer Fabrikverkauf ist eine Verkaufsstelle, die viele Vorteile zu bieten hat. Einer dieser Vorteile ist die meist große Verkaufsfläche, die es dem Hersteller erlaubt eine große Vielfalt an Waren anzubieten. Die meisten dieser Fabrikverkäufe werden auf Flächen mit mehreren hundert Quadratmetern abgehalten. In ganz Europa lässt sich heute ein Trend beobachten, nachdem immer mehr Menschen dieses Angebot in Anspruch nehmen. Seit nunmehr 20 Jahren verbreiten sich, ausgehend von den USA, diese Verkaufsstellen auf dem gesamten Kontinent. Besonders in England haben sich diese Unternehmen etablieren können, hier gibt es nämlich europaweit die meisten dieser Einrichtungen. Spanien, Frankreich und Italien haben ebenfalls viele dieser Geschäfte und die meisten Menschen nehmen dieses Angebot wahr. In Deutschland und den osteuropäischen Ländern ist die Verbreitung noch nicht soweit fortgeschritten, doch Deutschland hat in den letzten Jahren stark aufgeholt und wird in den nächsten Jahren einer der europäischen Spitzenreiter sein. Die Verkaufsfläche der einzelnen Fabrikverkäufe ist im Durchschnitt ebenfalls in England am höchsten, doch hier können vor allem die skandinavischen Länder sehr gut mithalten.
Die Zahl der Verbraucher, die den Fabrikverkauf nutzen ist in den letzten Jahren ebenfalls kräftig gestiegen und die Branche macht zunehmend bessere Umsätze. Man kann sagen, dass vor allem in Deutschland immer mehr Menschen dieses Vertriebskonzept annehmen und sich diese Einrichtungen fest im Markt etabliert haben.
Das Ursprungsland des Fabrikverkaufs sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Hier wurde dieses Vertriebs- und Marketingkonzept entwickelt sowie fest im Markt verankert. Das Ziel dieses Konzepts war es nur eine weitere Absatzmöglichkeit zu schaffen, dabei etablierte sich diese Verkaufsform sehr schnell bei den Massen und wurde daraufhin zum festen Bestandteil der Unternehmensstruktur. Immer mehr Hersteller begannen ähnliche Abteilungen einzurichten und die eigenen Waren direkt dem Kunden anzubieten. Die Wurzeln lagen zu Beginn noch in der Textilindustrie, doch bald begannen sich auch andere Branchen diesem Trend anzuschließen. Heute sind fast alle Produkte, von Kleidung über Elektronikprodukte bis hin zu Lebensmitteln, in Fabrikverkäufen erhältlich. In den USA kam es nach einer gewissen Zeit dann auch zu einem weiteren Schnitt in diesem Zusammenhang, der sich ebenfalls schnell um den gesamten Globus ausbreiten sollte. Viele dieser Hersteller, die Fabrikverkäufe anboten, begannen sich unter einem Dach zu versammeln. Es wurden Fabrikverkaufszentren gegründet, die gleich mehrere Hersteller an einem Ort vereinigten.
Das genaue Geburtsdatum des Fabrikverkaufs lässt sich nicht ganz genau festlegen. Die ersten Hersteller scheinen diese Form der Vermarktung bereits in den 60er Jahren entdeckt zu haben. In den ersten Jahren führte der Fabrikverkauf eher ein Nischendasein. In den 70er Jahren kam es dann zu einer Expansion in den USA und überall eröffneten derartige Geschäfte. Nach Deutschland gelangte dieses Konzept jedoch erst sehr spät und die meisten westeuropäischen Länder waren weiter fortgeschritten. Erst in den 90er Jahren konnte sich der Fabrikverkauf hierzulande durchsetzten.
Das FabrikverkaufszentrumDie wohl mit Abstand einflussreichsten Einrichtungen im Zusammenhang mit Fabrikverkäufen sind die sogenannten Fabrikverkaufszentren. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Fabrikverkaufszentren in den USA gegründet. Diese Konsumtempel beherbergen in der Regel viele verschiedene Hersteller, die alle unter einem Dach ihre Produkte anbieten. In den meisten Fällen handelt es sich bei diesen Fabrikanten um Markenhersteller, die ihre hochwertige Ware an diesem Ort verbilligt anbieten. Der Betreiber ist verantwortlich für den Betrieb, die Organisation und den Aufbau eines solchen Unternehmens. Die Ausmaße eines solchen Fabrikverkaufszentrums sind gewaltig und können mehrere hundert Quadratmeter umfassen. Bis zu 100 verschiedene Hersteller können die größten dieser Art unterbringen.
Bis vor wenigen Jahren gab es in Deutschland nur sehr wenige dieser Fabrikverkaufszentren, doch gerade in den letzten paar Jahren konnte sich die Anzahl vervielfachen. Deutschland holt im europäischen Durchschnitt immer weiter auf und wird in wenigen Jahren eine Spitzenposition in diesem Bereich innehaben. Der Standort eines solchen Fabrikverkaufszentrums wird in der Regel sehr sorgfältig ausgewählt. Natürlich möchte man nicht direkt in die Innenstädte ziehen und den dort ansässigen Einzelhandelsunternehmen Konkurrenz machen, sondern entscheidet sich auch aus Platzgründen eher für einen Außenposten. Dennoch sollen Millionen mögliche Verbraucher den Standort innerhalb einer Autostunde erreichen können. Diese Strategie erlaubt es diesen Unternehmen viele Menschen zu erreichen und dennoch einen günstigen und großen Standort zu finden. Die Region in der ein solches Verkaufszentrum entstehen soll, muss zudem über sehr gute Verkehrsanbindungen verfügen, damit das erhöhte Verkehrsaufkommen bewältigt werden kann.
Fabrikverkauf in DeutschlandIn Deutschland konnte sich der Fabrikverkauf erst relativ spät durchsetzten. In den USA gab es die ersten Einrichtungen dieser Art schon in den 60er Jahren. In Deutschland konnte sich diese Vertriebsform erst in den 90er Jahren fest etablieren. Mittlerweile betreiben nun schon viele verschiedene Hersteller eigene Verkaufsstellen. Hauptsächlich findet man diese Vertriebsform bei den großen Markenherstellern, vor allem in der Textilbranche. In den letzten Jahren sind jedoch auch andere Branchen in diesen lukrativen Markt eingestiegen. Man kann vermuten, dass sich der Fabrikverkauf in den letzten Jahren viel besser entwickelt hätte, wenn nicht desöfteren öffentliche Instanzen auf lokaler und regionaler Ebene dagegen interveniert hätten. Im Bereich der Fabrikverkaufszentren liegt Deutschland noch weit hinter dem allgemeinen europäischen Durchschnitt, dennoch konnten sich diese Einrichtungen in den letzten Jahren stark entwickeln und auch die zukünftige Planung lässt ein großes Wachstum vermuten. Das deutschlandweit größte Fabrikverkaufszentrum befindet sich in Zweibrücken und umfasst eine gesamte Verkaufsfläche von über 21.000 Quadratmetern. Betrieben werden die meisten größeren Zentren von englischen Unternehmen, die viel mehr Erfahrung in diesem Bereich mitgebracht haben.
Immer mehr Menschen in Deutschland entdecken den Fabrikverkauf und insgesamt werden jedes Jahr mehrere Millionen Kunden gezählt. Innerhalb von nicht einmal zehn Jahren hat sich eine neue Vertriebsform etablieren können, die günstige Markenartikel direkt vom Hersteller bietet. Die Aussichten im Bereich Fabrikverkauf in Deutschland sind sehr gut und die Wachstumsprognosen sind durchweg positiv.
Die Vorteile des FabrikverkaufsDer Fabrikverkauf ist eine relativ junge Vertriebsform, die sich hier in Deutschland innerhalb weniger Jahre fest etablieren konnte. Bei diesem Konzept bietet der Hersteller seine Produkte direkt dem Verbraucher an. Man erspart sich auf diese Weise die zusätzlichen Wege über den Groß- und Einzelhändler, weshalb die einzelnen Artikel deutlich günstiger Angeboten werden können. Ein gewichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Beziehung, die ein Hersteller auf diese Weise zum Verbraucher aufbauen kann. Customer Relationship ist eines der großen Schlagworte in der modernen Wirtschaft. Wenn nun ein Hersteller sich direkt an seine Kunden wendet, kann eine tiefere Beziehung zur Marke hergestellt werden. Bei vielen Fabrikverkäufen gibt es zudem auch besondere Rabattaktionen, die den Preis der Waren noch einmal vergünstigen können. Die Auswahl bei einem Fabrikverkauf ist in den meisten Fällen sehr gut, weil wirklich fast alle Artikel eines Herstellers eingekauft werden können. Im Einzelhandel ist es oftmals so, dass eine Vorauswahl getroffen wird und der Kunde nicht das gesamte Sortiment eines Markenherstellers zu Gesicht bekommt.
War früher meist der Standort ein gravierender Nachteil, so ist es heute möglich auch im Internet an verschiedene Artikel aus einem Fabrikverkauf heranzukommen. Viele verschiedene Portale und Shops sind auf diese Vertriebsform spezialisiert. Wie man sieht, gibt es beim Fabrikverkauf viele Vorteile, die diese Vertriebsform zu einer wirklichen Alternative machen.
Das Vertriebskonzept FabrikverkaufDas Konzept des Fabrikverkaufs wurde in den 60er Jahren in den USA entwickelt und kommt aus den Bereichen Marketing und Vertrieb. Von hier aus verbreitete sich der Fabrikverkauf über den ganzen Globus aus und immer mehr Menschen haben die Möglichkeit dieses Angebot zu nutzen. In der klassischen Lieferkette werden die Waren vom Hersteller an einen Großhändler ausgeliefert, der wiederum die Waren an die Einzelhändler verteilt. Von dort aus werden dann die einzelnen Verbraucher mit den Waren versorgt. Das Problem bei dieser Lieferkette ist, dass sich die Waren mit jedem Schritt in dieser Kette verteuern, deshalb wurde der Fabrikverkauf eingeführt. Beim Fabrikverkauf werden die Produkte direkt über den Hersteller an die Endkunden verkauft. Es entfallen nun die beiden Zwischenschritte und die einzelnen Artikel können deutlich günstiger angeboten werden. Zu Beginn dieser Entwicklung gab es den Fabrikverkauf hauptsächlich in den Textilbrachen, heute haben jedoch viele weitere Zweige der Wirtschaft die Bedeutung erkannt.
Innerhalb kürzester Zeit konnte sich dieses Vertriebskonzept in der Wirtschaft festigen und die Prognosen für die Zukunft sind mehr als gut.
Kritik am FabrikverkaufViele Verbraucher sind heute zu Anhängern des Fabrikverkaufs geworden - dennoch gibt es von einigen Seiten Widerstand gegen diese Form des Vertriebs. Von den Verbrauchern wird oft darüber geklagt, dass beim Fabrikverkauf einzelne Artikel nicht jederzeit verfügbar sind. Desweiteren werden häufig auch Waren mit Mängeln und Defekten angeboten, die vom Umtausch ausgeschlossen sind. Die Standorte dieser Verkaufseinrichtungen sind ebenfalls nicht immer einfach zu erreichen, weil auf eine Präsenz in den besten Einkaufslagen verzichtet wird. Viele Verbraucher werden durch die günstigen Preise oft dazu verleitet mehr einzukaufen, als eigentlich nötig wäre.
Doch auch von anderer Seite regt sich Widerstand. Gerade die Verbände der Groß- und Einzelhändler sind mit diesem Verkaufskonzept verständlicherweise unzufrieden, da hierbei ihre Klientel übergangen wird. In einigen Regionen leiden die kleineren Geschäfte unter der Präsenz des Fabrikverkaufs. Daneben werden an dieser Stelle auch Arbeitsplätze gefährdet und durch oftmals lange Anfahrtswege kann es auch zu ökologischen Schäden in der entsprechenden Region kommen. Viele Städte wehren sich gegen den Fabrikverkauf, weil es dadurch zu einer Verödung des Stadtzentrums kommen kann, da der Handel zunehmend in die Peripherie der Stadt wandert.
Trotz dieser Kritik sind die Fabrikverkäufe auf dem Vormarsch und es ist abzusehen, dass diese Vertriebsform sich fest in der Wirtschaft etablieren wird.